eRezept, eAU und ePA: was Pflicht ist und was es bringt
eRezept und eAU sind in der gesetzlichen Versorgung der Regelweg, die ePA kommt versichertenseitig dazu. Wer die drei Anwendungen sauber in den Praxisablauf einbindet, spart Wege und Papier. Wer sie nur halb einrichtet, stößt sich an jeder Schnittstelle.
Das eRezept
Das elektronische Rezept löst das rosa Papierrezept für verschreibungspflichtige Arzneimittel in der gesetzlichen Versorgung ab. Ausgestellt wird es direkt aus der Praxissoftware, signiert und in die TI eingestellt. Die Einlösung in der Apotheke erfolgt über die Versichertenkarte oder die App. Für die Praxis zählt vor allem, dass die Ausstellung ohne Medienbruch im gewohnten Verordnungsweg liegt.
Die eAU
Die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung wird aus der Praxissoftware erzeugt, signiert und über KIM an die Krankenkasse übermittelt. Der Versand an die Kasse ist digital; auf Wunsch stellt die Praxis dem Patienten zusätzlich einen Ausdruck aus. Entscheidend ist, dass Signatur, KIM-Versand und Statuskontrolle in einem klaren Arbeitsweg liegen.
Die ePA
Die elektronische Patientenakte sammelt Befunde, Medikationsdaten und Dokumente versichertenseitig. Für die Praxis geht es darum, relevante Dokumente sauber einzustellen und abzurufen, ohne dass daraus ein zweiter Dokumentationsstrang neben der Karteikarte wird. Die Integration in den bestehenden Ablauf entscheidet, ob die ePA entlastet oder zusätzliche Klicks bringt.
Worauf es bei der Einbindung ankommt
Die Technik ist das eine, der Ablauf das andere. Eine TI-Anwendung hilft erst, wenn sie an der richtigen Stelle im Behandlungs- und Abrechnungsweg sitzt und das Team weiß, wann welcher Schritt kommt. Eine fehlende Signatur kann eRezept und eAU stoppen; eine gestörte KIM-Verbindung betrifft unter anderem eAU und eArztbrief. Wir richten die Anwendungen in MEDICAL OFFICE entlang Ihrer realen Praxiswege ein und testen Normal- und Fehlerfälle mit dem Team.
Häufige Fragen
Ist das eRezept Pflicht?
Für verschreibungspflichtige Arzneimittel in der gesetzlichen Versorgung ist das eRezept der Regelweg und löst das Papierrezept ab. Es wird aus der Praxissoftware ausgestellt, signiert und in die Telematikinfrastruktur eingestellt.
Wie kommt die eAU zur Krankenkasse?
Die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung wird in der Praxissoftware erzeugt, signiert und über KIM digital an die Krankenkasse übermittelt. Auf Wunsch stellt die Praxis zusätzlich einen Papierausdruck für den Patienten aus.
Bedeutet die ePA doppelte Dokumentation?
Nicht, wenn sie richtig eingebunden ist. Ziel ist, relevante Dokumente aus dem bestehenden Ablauf heraus einzustellen und abzurufen, ohne einen zweiten Dokumentationsstrang neben der Karteikarte zu führen.