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Praxissoftware

Praxissoftware vergleichen: die Kriterien, die wirklich zählen

27. Juni 2026 Jupitec Healthcare-IT-Team
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Wer Praxissoftware vergleicht, steht schnell vor Funktionslisten, die sich kaum unterscheiden. Termine, Karteikarte, Abrechnung und Telematikinfrastruktur bringt heute jedes ernstzunehmende System mit. Der Unterschied im Praxisalltag entsteht an anderer Stelle: daran, ob die Abrechnung ohne Umweg läuft, ob die TI-Pflichten im Behandlungsweg sitzen und ob jemand erreichbar ist, wenn am Montagmorgen etwas hakt. Diese Kriterien entscheiden, ob ein System nach drei Monaten entlastet oder nervt.

Funktionen vergleichen reicht nicht

Ein Häkchen auf einer Funktionsliste sagt wenig darüber, wie viele Klicks die Funktion im Alltag kostet. Vergleichen Sie deshalb nicht Listen, sondern Abläufe: Nehmen Sie einen typischen Behandlungsfall, einen Quartalsabschluss und einen TI-Vorgang Ihrer Fachrichtung und prüfen Sie, wie viele Schritte jedes System dafür braucht. An diesen wiederkehrenden Vorgängen zeigt sich der reale Aufwand, nicht in der Demo. Die folgenden Kriterien helfen, einen Vergleich kriterienbasiert und vergleichbar zu führen.

Die Kriterien im Überblick

  1. Abrechnung ohne Medienbruch: Laufen KV- und EBM-Abrechnung, Privatliquidation nach GOÄ, BG-Fälle und HzV in einem System, oder braucht es für einzelne Abrechnungswege Zusatzprogramme? Jeder Medienbruch kostet Zeit und erzeugt Fehlerquellen.
  2. TI-Pflichtanwendungen im Behandlungsweg: Sind eRezept, eAU, KIM und ePA in den Verordnungs- und Dokumentationsablauf eingebunden, oder stehen sie als eigene Programme daneben? Seit dem 1. Oktober 2025 ist die ePA Pflicht, ab 2026 droht ohne aktive Nutzung ein Prozent Honorarkürzung und eine halbierte TI-Pauschale.
  3. Sicherheit der Datenübernahme: Wie verlässlich kommen Stammdaten, Karteieinträge, Abrechnung und Dokumente aus dem alten System mit? Fragen Sie nach einem Testlauf vor dem Stichtag und danach, ob die alte Datenbank als schreibgeschützte Sicherung erhalten bleibt.
  4. Fachmodul-Tiefe für Ihre Fachrichtung: Deckt das System die Besonderheiten Ihrer Fachrichtung ab, oder bleibt es beim allgemeinen Funktionsumfang? Fachmodule sollten fachrichtungsabhängig zubuchbar sein, damit Sie nicht für Funktionen zahlen, die Sie nicht brauchen.
  5. Schulung am eigenen Ablauf: Wird Ihr Team an einem Standard-Lehrplan geschult oder am tatsächlichen Praxisablauf im eigenen System? Eine Einarbeitung an den eigenen Vorgängen verkürzt die Phase, in der die Praxis langsamer arbeitet.
  6. Support-Erreichbarkeit: Wer geht ans Telefon, wenn am Montagmorgen die Abrechnung hakt, und wie schnell? Ein fester Ansprechpartner mit kurzer Rückrufzeit ist im Ernstfall mehr wert als eine lange Funktionsliste.
  7. Standortvernetzung und MVZ-Fähigkeit: Lässt sich das System über mehrere Standorte hinweg mit zentraler Datenpflege betreiben? Für MVZ und wachsende Einrichtungen zählt, ob Standorte sauber per VPN vernetzt und in Terminalserver- oder Citrix-Umgebungen betrieben werden können.
  8. Betriebsmodell und TI-Architektur: Läuft die TI über einen lokalen Konnektor oder cloudbasiert aus einem zertifizierten Rechenzentrum? Ältere RSA-Konnektoren und TI-Karten der Generation 2.0 müssen bis zum 30. Juni 2026 ersetzt werden, das macht die Architektur zu einem aktuellen Vergleichskriterium.
  9. Wirtschaftliche Transparenz: Sehen Sie Umsatzentwicklung und Leistungsverteilung auf einen Blick, oder müssen Sie die Zahlen mühsam zusammentragen? Ein Dashboard und eine Schnittstelle zu Auswertungswerkzeugen machen Controlling alltagstauglich.
  10. Preismodell und Kostentransparenz: Ist klar, was monatlich je Arbeitsplatz und je Modul anfällt und was einmalig für die Datenübernahme? Versteckte Posten zeigen sich oft erst nach Vertragsschluss.

Wie MEDICAL OFFICE an diesen Kriterien steht

MEDICAL OFFICE bündelt Termine, Karteikarte, Abrechnung (KV/EBM, Privat/GOÄ, BG, HzV) und Telematikinfrastruktur in einem System. eRezept, eAU, KIM und ePA liegen im Behandlungs- und Verordnungsweg, nicht daneben. Die TI läuft über ein cloudbasiertes TI-Gateway aus einem zertifizierten Rechenzentrum, also ohne lokalen Konnektor, der 2026 ohnehin zur Diskussion steht. Die Datenübernahme ist aus über 130 Vorsystemen geprüft, der Umstieg liegt in der Regel auf dem Wochenende, und die alte Datenbank bleibt als schreibgeschützte Sicherung erhalten. Geschult wird in der Praxis am eigenen Ablauf.

Für mehrere Standorte vernetzt das Exchange-Modul per VPN, der Betrieb läuft auch in Terminalserver- und Citrix-Umgebungen mit zentraler Datenpflege, und für große Einrichtungen gibt es MEDICAL OFFICE Enterprise. Das Arzt-Dashboard zeigt Umsatzentwicklung und Leistungsverteilung, die Daten lassen sich über die BI-Schnittstelle ins Controlling übergeben. Mit der Integration von termed kommen Terminmanagement, Abrechnung und Mitarbeiterbenefits ohne zusätzliche Fremdsoftware dazu. Die Editionen sind klar bepreist: MEDICAL OFFICE Light für Privatarztpraxen 59,00 Euro im Monat, MEDICAL OFFICE Professional für die moderne Arztpraxis 109,00 Euro im Monat, MEDICAL OFFICE Enterprise auf Anfrage; ein Arbeitsplatz ist inklusive, jede weitere Lizenz 20,00 Euro im Monat, alle Preise netto zzgl. MwSt. Die Positionierung dahinter bringt es auf den Punkt: Mehr Medizin. Weniger Verwaltung.

So strukturieren Sie den Vergleich

Gehen Sie den Vergleich nicht über Funktionslisten an, sondern über Ihre eigenen Abläufe. Bewerten Sie jedes System an den zehn Kriterien und gewichten Sie das, was bei Ihnen täglich anfällt, am höchsten. Welche monatlichen und einmaligen Kosten für Ihre Praxis zusammenkommen, stellen Sie im Preisrechner zusammen, inklusive der Datenübernahme als Dienstleistung, die einmalig ab 1.900 Euro beginnt. Wenn Sie die Einarbeitung mitdenken, hilft ein Blick darauf, wie die Schulung am eigenen Ablauf läuft. Für die konkrete Bewertung Ihrer Fachrichtung rufen wir Mo bis Fr in der Regel innerhalb von zwei Stunden zurück.