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Telematikinfrastruktur

TI-Störung in der Praxis: die Soforthilfe-Checkliste

21. Juni 2026 Jupitec Healthcare-IT-Team
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Der Versichertenstammdatenabgleich hängt, die Anmeldung wartet auf die Karte, drei Patienten stehen davor und nichts geht weiter. Mit eRezept, eAU und der TI hat der Praxisbetrieb mehr bewegliche Teile bekommen, die genau in solchen Momenten gleichzeitig klemmen. Bevor Sie zum Telefon greifen, lohnt sich eine schnelle, strukturierte Eingrenzung. Oft liegt die Ursache näher, als es im ersten Schreck wirkt.

Die wahrscheinlichen Quellen kennen

Eine TI-Störung hat selten nur eine mögliche Quelle. Sie kann an der Internetverbindung liegen, am Konnektor oder TI-Gateway, am Kartenterminal, an einer abgelaufenen Karte oder an einer zentralen Störung bei der Gematik. Wer das vorab grob einordnet, spart sich und dem Support viel Zeit.

Die Soforthilfe-Checkliste

  1. Betrifft es alle Arbeitsplätze oder nur einen? Ein einzelner betroffener Platz deutet auf Kartenterminal, Karte oder lokale Konfiguration. Sind alle betroffen, liegt es eher an Konnektor, Netzwerk oder einer zentralen Störung.
  2. Funktioniert das Internet sonst normal? Eine Website außerhalb der Praxissoftware öffnen. Geht das nicht, ist es ein Internet- oder Netzwerkproblem, keine reine TI-Störung.
  3. Sind die Karten gesteckt und gültig? SMC-B (Praxisausweis) und der elektronische Heilberufsausweis müssen gesteckt, freigeschaltet und gültig sein. Abgelaufene Karten sind eine der häufigsten Ursachen.
  4. Zeigt das Kartenterminal eine Meldung? Display und Status-LEDs geben oft direkt den Hinweis. Ein Neustart des Terminals behebt manche Hänger.
  5. Prüfen Sie, ob eine zentrale Störung vorliegt. Die Gematik und Ihr TI-Anbieter veröffentlichen Störungsmeldungen. Liegt eine zentrale Störung vor, hilft kein Eingriff in der Praxis, dann ist Warten oder das Ersatzverfahren der richtige Weg.
  6. Hilft ein kontrollierter Neustart? Konnektor beziehungsweise TI-Gateway und Kartenterminal in der vom Hersteller vorgesehenen Reihenfolge neu starten. Nicht wahllos Geräte ziehen, das kann den Zustand verschlechtern.

Wenn es das Ersatzverfahren braucht

Lässt sich eine Komponente kurzfristig nicht erreichen, sehen die Vorgaben für viele Anwendungen ein Ersatzverfahren vor, damit die Versorgung weiterläuft. Dokumentieren Sie Störungsbeginn und betroffene Vorgänge. Das hilft später bei der Abrechnung und bei der Frage, ob eine Honorarkürzung droht.

Damit es seltener passiert

Viele TI-Störungen kündigen sich an: ablaufende Karten, ein Konnektor am Ende seiner Laufzeit, eine instabile Internetanbindung. Mit dem Monitoring eines Wartungsvertrags sehen Sie, welche SMC-B in den nächsten Wochen abläuft und ob der Konnektor seine Restlaufzeit erreicht, bevor die Anmeldung morgens stehen bleibt. Den Tausch planen Sie dann ins Wartungsfenster, statt ihn als Notfall zu erleben.

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