ePA-Pflicht 2026: Honorarkürzung und halbe TI-Pauschale vermeiden
Inhalt
Die elektronische Patientenakte ist seit dem 1. Oktober 2025 verpflichtend. Anders als bei früheren TI-Stufen reicht es 2026 nicht mehr, sie nur technisch bereitzuhalten: Die Praxis muss die ePA im Behandlungsalltag tatsächlich nutzen. Wer das versäumt, muss mit einem Prozent Honorarkürzung und einer halbierten TI-Pauschale rechnen. Damit wird aus einer technischen Frist ein direktes Honorarthema.
Was Nutzung konkret heißt
Pflicht ist nicht das bloße Vorhandensein der Anwendung, sondern der aktive Umgang damit: relevante Befunde und Dokumente in die ePA einstellen, vorhandene Einträge abrufen und in die Behandlung einbeziehen, den Medikationsprozess unterstützen. Entscheidend ist, dass dieser Schritt im normalen Ablauf liegt und nicht als zusätzliche Pflichtübung danebensteht.
Das Honorarrisiko 2026
Nutzt eine Praxis die ePA nicht, drohen ab 2026 zwei Konsequenzen: ein Prozent Kürzung der Vergütung und eine Halbierung der TI-Pauschale, mit der die laufenden TI-Kosten gegenfinanziert werden. Übers Jahr summiert sich das zu einem spürbaren Betrag, der vollständig vermeidbar ist.
Worauf es bei der Praxissoftware ankommt
Die ePA entlastet nur, wenn sie an der richtigen Stelle im Behandlungsweg sitzt. Muss das Team für jeden Dokumentenabruf das System wechseln oder Daten doppelt erfassen, wird aus der Pflicht ein Zeitfresser. Eine saubere Anbindung stellt Dokumente aus der Karteikarte heraus ein und ruft sie dort ab, ohne zweiten Dokumentationsstrang. In MEDICAL OFFICE liegen ePA, eRezept, eAU und KIM im selben Workflow, sodass der Pflichtschritt im gewohnten Ablauf bleibt.
Was Ihre Praxis jetzt tun sollte
- Prüfen, ob das PVS die ePA vollständig unterstützt und die aktuellen TI-Stände eingespielt sind.
- Den Ablauf festlegen: wer stellt wann welche Dokumente ein, wer ruft ab, wie wird das im Team kommuniziert.
- Die Nutzung dokumentieren, damit im Abrechnungsfall nachvollziehbar ist, dass die ePA aktiv genutzt wird.
- Bei einem veralteten oder umständlichen System den Pflichttermin als Anlass für einen Wechsel prüfen, statt an jeder Schnittstelle nachzubessern.
Wenn die ePA in Ihrem aktuellen System mehr Klicks als Nutzen bringt, lohnt der Blick auf eine Praxissoftware, die die TI-Pflichten von Haus aus im Ablauf führt. Der ohnehin anstehende TI-Termin 2026 ist dafür der richtige Moment.