eRezept ausstellen in der Praxissoftware: so läuft es ohne Medienbruch
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Das eRezept ist für verschreibungspflichtige Arzneimittel in der gesetzlichen Versorgung der Regelweg und hat das rosa Papierrezept abgelöst. Die Frage in der Praxis ist deshalb nicht mehr, ob Sie ein eRezept ausstellen, sondern wo es entsteht. Liegt die Ausstellung direkt im Verordnungsweg der Praxissoftware, im selben System wie Karteikarte und Abrechnung, läuft sie ohne Medienbruch. Steht das eRezept als eigenes Programm daneben, kostet jede Schnittstelle Zeit. Dieser Beitrag zeigt, wie das eRezept-Ausstellen in MEDICAL OFFICE abläuft und worauf es dabei ankommt.
Wo das eRezept entsteht: in der Karteikarte
In MEDICAL OFFICE entsteht das eRezept dort, wo Sie ohnehin verordnen: in der Karteikarte. eRezept, eAU, KIM und ePA sind in den Behandlungs- und Verordnungsweg eingebunden, nicht in ein zweites Programm ausgelagert. Sie wählen das Medikament im gewohnten Ablauf aus, der AMTS- und Wechselwirkungs-Check prüft die Verordnung, und das Rezept wird als eRezept erzeugt. Die Dokumentation steht damit automatisch in der Karteikarte und liegt für die Abrechnung bereit. Für den Arzt heißt das: ein Verordnungsweg, kein Wechsel zwischen Anwendungen.
So läuft die Ausstellung Schritt für Schritt
Die Ausstellung folgt einem festen, kurzen Ablauf, der vollständig in der Praxissoftware liegt.
- Verordnen in der Karteikarte: Sie wählen das verschreibungspflichtige Arzneimittel im gewohnten Verordnungsweg aus. Der AMTS- und Wechselwirkungs-Check läuft dabei mit.
- Signieren: Das eRezept wird elektronisch signiert. Erst die gültige Signatur macht es zum rechtswirksamen Rezept.
- In die TI einstellen: Das signierte eRezept wird in die Telematikinfrastruktur eingestellt und steht dort zur Einlösung bereit.
- Einlösen in der Apotheke: Der Patient löst das eRezept über die elektronische Gesundheitskarte (eGK) oder die App ein. Ein Papierausdruck ist möglich, aber nicht nötig.
Mehr Schritte sind es nicht. Was die Ausstellung trägt, sind die beiden mittleren Punkte: eine funktionierende Signatur und eine stabile Anbindung an die TI.
Warum ein System ohne Medienbruch zählt
MEDICAL OFFICE verbindet Verordnung, Karteikarte und die für die Praxis konfigurierte Abrechnung in einem System. Welche Abrechnungswege und Zusatzmodule verfügbar sind, hängt von Edition und gebuchten Modulen ab. Der Vorteil beim eRezept entsteht dadurch, dass Verordnung, Karteikarte und Abrechnung an einer Stelle liegen. Was Sie verordnen, wird dokumentiert und kann für die Abrechnung bereitstehen. Die Plausibilitätsprüfung vor dem KV-Versand hilft, Verordnung und Leistung im selben Arbeitsweg zu prüfen. Ein eRezept, das in einer separaten Anwendung ausgestellt und danach von Hand in die Karteikarte nachgetragen wird, erzeugt zusätzlichen Aufwand.
Die TI-Anbindung kann in MEDICAL OFFICE je nach Umgebung und Vertrag über einen Konnektor oder ein cloudbasiertes TI-Gateway erfolgen. Beim TI-Gateway entfällt der stationäre Konnektor in der Praxis; Internetverbindung, VPN-Zugang, Kartenterminals, Karten und zentrale Dienste bleiben dennoch relevante Abhängigkeiten. RSA-only-Konnektoren sind seit dem 1. Januar 2026 ohne TI-Zugang; für RSA-Praxisausweise (SMC-B) und RSA-Heilberufsausweise (eHBA) endete die Austauschfrist am 30. Juni 2026. Das sind getrennte Komponenten, die bei einer Störung einzeln geprüft werden müssen.
Was die Ausstellung zuverlässig macht
Die meisten Reibungspunkte beim eRezept liegen nicht im Verordnen, sondern bei Signatur und TI-Anbindung. Hängt die Signatur, bleibt das Rezept liegen; klemmt die Verbindung zur TI, kommt es nicht zur Apotheke. Wir binden das eRezept in MEDICAL OFFICE entlang Ihrer realen Praxiswege ein, prüfen Signatur und TI-Anbindung und schulen Ihr Team an den eigenen Abläufen, damit jeder weiß, an welcher Stelle welcher Schritt kommt.
Bei Jupitec erhalten Sie MEDICAL OFFICE mit passender Lizenz; wir richten die neue Installation für den Verordnungsweg Ihrer Praxis ein. Wenn Sie das eRezept heute noch über einen Umweg ausstellen oder vor dem Wechsel der Praxissoftware stehen, sehen wir uns Ihren Ablauf konkret an. Den anschließenden Support übernehmen wir für die von uns eingeführten Installationen. Ein Rückruf erfolgt in der Regel innerhalb von zwei Stunden (Mo bis Fr).
Häufige Fragen
Wie stelle ich ein eRezept in der Praxissoftware aus?
Sie verordnen das verschreibungspflichtige Arzneimittel im gewohnten Verordnungsweg der Karteikarte, das eRezept wird elektronisch signiert und in die Telematikinfrastruktur eingestellt. In MEDICAL OFFICE liegt dieser Ablauf im selben System wie Karteikarte und Abrechnung, der AMTS- und Wechselwirkungs-Check läuft beim Verordnen mit.
Wie lösen Patienten ein eRezept ein?
Der Patient löst das eRezept in der Apotheke über die elektronische Gesundheitskarte (eGK) oder über die App ein. Ein Papierausdruck ist möglich, aber für die Einlösung nicht nötig, weil das signierte Rezept in der Telematikinfrastruktur bereitsteht.
Was bringt es, das eRezept im selben System wie die Abrechnung auszustellen?
Verordnung, Karteikarte und Abrechnung liegen ohne Medienbruch zusammen. Was Sie verordnen, ist sofort dokumentiert und steht der Abrechnung mit Plausibilitätsprüfung vor dem KV-Versand zur Verfügung. Es entfällt das Nachtragen aus einer Fremdsoftware, das sonst Doppelarbeit erzeugt.