MVZ-Software: mehrere Standorte zentral steuern
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Ein Medizinisches Versorgungszentrum wächst oft schneller als seine IT. Standorte kommen hinzu, Fachrichtungen ebenso, und am Ende läuft an jedem Ort ein eigenes System mit eigenem Patientenstamm, eigener Abrechnung und eigenen Auswertungen. Für die zentrale Steuerung ist das der schwierigste Ausgangspunkt: Wer einen Gesamtblick über alle Einheiten braucht, muss Zahlen aus Insellösungen zusammentragen. Eine MVZ-Software löst genau dieses Problem, indem mehrere Standorte und Fachrichtungen in einem System zusammenlaufen, ohne dass die einzelne Praxis ihre gewohnten Abläufe verliert.
Was eine MVZ-Software von einer Einzelpraxis-Lösung unterscheidet
Die Anforderungen eines MVZ sind andere als die einer Einzelpraxis. Statt eines Arbeitsplatzes geht es um viele, statt einer Abrechnung um KV, Privat und BG über mehrere Betriebsstätten, und statt einer Karteikarte um synchrone Daten an jedem Ort. Bei der Auswahl einer Praxissoftware für mehrere Standorte lohnt der Blick auf diese Punkte:
- Standortübergreifende Datenhaltung, damit ein Patient an jedem Standort mit demselben aktuellen Datenstand behandelt wird.
- Rollen und Prozesse je Standort, sodass Berechtigungen, Abläufe und Fachrichtungen pro Einheit eingestellt werden können.
- Abrechnung aus der Dokumentation für KV, Privat, BG und HzV über mehrere Betriebsstätten hinweg.
- Zentrales Controlling, das Kennzahlen über alle Einheiten vergleichbar macht, statt sie manuell zusammenzusuchen.
- Sauberer Umstieg, der die Altdaten jedes Standortes geprüft übernimmt und den Betrieb nicht anhält.
MEDICAL OFFICE bündelt Termine, Karteikarte, Abrechnung und Telematikinfrastruktur in einem System und ist mit der Edition Enterprise auf große Einrichtungen ausgelegt. Der Preis für Enterprise ist einrichtungsabhängig und auf Anfrage. Ein Arbeitsplatz ist je Edition inklusive, jede weitere Arbeitsplatzlizenz kostet 20,00 Euro netto im Monat.
Standorte vernetzen: das Exchange-Modul
Die technische Grundlage für ein standortübergreifendes MVZ ist die sichere Verbindung der Einheiten. Das Exchange-Modul vernetzt Ihre Standorte per VPN. So arbeitet das Team an jedem Standort mit demselben Datenbestand und den gewohnten Abläufen, statt getrennte Datenbanken pro Ort zu pflegen. Das Modul wird je Lizenz mit 90,00 Euro netto im Monat berechnet, sodass Sie die Vernetzung an der Zahl der angebundenen Standorte ausrichten.
Weil mehrere Betriebsstätten in der Regel auch mehrere BSNR bedeuten, betrifft das die Telematikinfrastruktur ebenso. Das cloudbasierte TI-Gateway aus zertifiziertem Rechenzentrum arbeitet ohne lokalen Konnektor und kostet je BSNR 120,00 Euro netto im Monat, jede weitere BSNR 70,00 Euro. So bleibt die TI-Anbindung über alle Standorte einheitlich gepflegt.
Zentrales Controlling über die BI-Schnittstelle
Für die wirtschaftliche Steuerung eines MVZ zählt die Vergleichbarkeit der Einheiten. Die BI-Light-Schnittstelle (50,00 Euro netto im Monat) übergibt Ihre Daten an Auswertungswerkzeuge wie Power BI, Qlik oder Superset. Daraus entstehen standortübergreifende Kennzahlen, mit denen sich Umsatzentwicklung und Leistungsverteilung über alle Einheiten hinweg betrachten lassen. Ergänzend zeigt ein Arzt-Dashboard die wirtschaftliche Lage auf einen Blick, mit Datenübergabe über die BI- beziehungsweise BI-Light-Schnittstelle.
Der Vorteil gegenüber manuellen Auswertungen liegt in der Aktualität und der einheitlichen Basis. Statt Monatsberichte aus getrennten Systemen zusammenzuführen, steuern Sie das MVZ auf Grundlage von Zahlen, die aus derselben Quelle stammen.
Rollen, Fachrichtungen und IT-Betrieb je Standort
Ein MVZ vereint häufig mehrere Fachrichtungen. Termine, Karteikarte und Abrechnung liegen in einem System; für das Terminmanagement ist termed integriert, ohne zusätzliche Fremdsoftware. Die Diagnose- und Ziffernerfassung mit ICD-Baum, Tastenkürzeln und integrierten Hinweisen aus der Gebührenordnung unterstützt jede Fachrichtung dort, wo dokumentiert wird. Fachmodule sind fachrichtungsabhängig zubuchbar, sodass jede Einheit nur das nutzt, was sie braucht.
Für die IT-Verantwortlichen ist die Betriebsform entscheidend. MEDICAL OFFICE läuft vollständig in Terminalserver- und Citrix-Umgebungen mit nutzerabhängiger Arbeitsplatzinstallation und zentraler Datenpflege. Drucker- und Kartenleser-Konfiguration erfolgen pro Arbeitsplatz. Das hält den Administrationsaufwand bei wachsender Zahl an Arbeitsplätzen beherrschbar und passt zu einer zentral betriebenen MVZ-Infrastruktur.
Skalierung und Umstieg ohne Stillstand
Beim Wechsel auf ein gemeinsames System ist die Datenübernahme der kritische Schritt. MEDICAL OFFICE bringt eine geprüfte Datenübernahme aus über 130 Praxisverwaltungssystemen mit, der Umstieg fällt in der Regel auf ein Wochenende, und die alte Datenbank bleibt als schreibgeschützte Sicherung erhalten. Die Datenübernahme ist eine einmalige Dienstleistung ab 1.900 Euro. Die Schulung findet in der Praxis am eigenen Ablauf statt, sodass jeder Standort mit seinen realen Prozessen lernt.
Jupitec ist zertifizierter MEDICAL OFFICE Partner, seit 1994 am Markt und bundesweit für über 500 Kunden tätig. Welche Module, Lizenzen und TI-Bausteine für Ihre Standorte sinnvoll sind, lässt sich am besten konkret durchrechnen. Den Preisrechner nutzen Sie für eine erste Einschätzung, für die Enterprise-Edition und den standortübergreifenden Zuschnitt rufen wir in der Regel innerhalb von zwei Stunden zurück (Mo bis Fr).