MEDICAL OFFICE auf Terminalserver: IT-Voraussetzungen für Praxis und MVZ
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In Praxen mit mehreren Behandlungszimmern, in Gemeinschaftspraxen und besonders in MVZ stellt sich dieselbe Frage: Wie betreibt man die Praxissoftware so, dass viele Arbeitsplätze auf denselben Datenbestand zugreifen, ohne dass jeder Rechner einzeln gepflegt werden muss. Die Antwort heißt in vielen Häusern Terminalserver oder Citrix. MEDICAL OFFICE kann auf Terminalservern und in Citrix-Umgebungen betrieben werden, mit nutzerabhängiger Arbeitsplatzinstallation und zentraler Datenpflege. Die konkrete Auslegung und Peripherie müssen für die jeweilige Umgebung geprüft werden.
Was Terminalserver- und Citrix-Betrieb konkret bedeutet
Im klassischen Modell ist die Praxissoftware auf jedem einzelnen PC installiert. Jeder Rechner wird damit zum eigenen Wartungsfall: Updates, Versionsstände, Konfiguration. In einer Terminalserver- oder Citrix-Umgebung läuft die Anwendung dagegen zentral auf dem Server, der Arbeitsplatz zeigt nur noch die Sitzung an. MEDICAL OFFICE unterstützt diesen Aufbau mit einer nutzerabhängigen Arbeitsplatzinstallation: Jeder Anwender erhält seine Umgebung, die Pflege bleibt aber an einer zentralen Stelle. Für IT-Verantwortliche bedeutet das: weniger lokale Installation am einzelnen Gerät und ein klar definierter Ort, an dem Aktualisierung und Betrieb stattfinden.
Ein Datenbestand, viele Arbeitsplätze
Der eigentliche Gewinn liegt in der zentralen Datenpflege. Karteikarte, Termine, Abrechnung und die TI-Anwendungen arbeiten auf einem gemeinsamen Datenbestand, auf den alle Arbeitsplätze zugreifen. Es gibt keine Kopien, die auseinanderlaufen, und keine Frage, welcher Rechner den aktuellen Stand hält. Eine Änderung am Anmeldetresen ist im Behandlungszimmer sofort sichtbar. Wer eine Arztsoftware für mehrere Arbeitsplätze über einen Server sucht, sucht genau dieses Verhalten: ein System, viele gleichzeitige Nutzer, ein verbindlicher Datenstand.
Was am Arbeitsplatz lokal bleibt: Drucker und Kartenleser
Zentral heißt nicht, dass der einzelne Arbeitsplatz keine eigenen Geräte mehr hätte. In MEDICAL OFFICE lassen sich Drucker und Kartenleser pro Arbeitsplatz konfigurieren. Das Behandlungszimmer druckt auf seinen Drucker, die Anmeldung auf ihren, und das Kartenterminal am jeweiligen Platz ist dort zugeordnet, wo es gesteckt wird. Diese Trennung ist wichtig, damit die zentrale Architektur im Alltag nicht im Weg steht, sondern die örtlichen Geräte sauber bedient. Für die IT bleibt die Zuordnung nachvollziehbar, statt sich über viele lokale Installationen zu verteilen.
TI-Anbindung: Konnektor oder TI-Gateway
Die TI-Anbindung kann abhängig von Umgebung und Vertrag über einen Konnektor oder über ein zentral betriebenes TI-Gateway erfolgen. Beim TI-Gateway entfällt der stationäre Konnektor in der Praxis. Die TI-Anwendungen eRezept, eAU, KIM und ePA sind dabei direkt in den Behandlungs- und Verordnungsweg eingebunden. Die zentralen Gateway-Komponenten werden im Rechenzentrum betrieben und aktualisiert. Damit verlagern sich lokale Wartungs- und Austauschaufgaben; Internetverbindung, VPN-Zugang, Kartenterminals, Karten und zentrale Dienste bleiben mögliche Störungs- und Lebenszyklusfaktoren. Für Praxen mit einem nicht mehr nutzbaren RSA-only-Konnektor kann das eine mögliche Ersatzarchitektur sein. Die am 30. Juni 2026 verstrichene Kartenfrist betraf RSA-SMC-B und RSA-eHBA getrennt vom Konnektor.
Warum das für MVZ und mehrere Standorte zählt
Je größer die Einrichtung, desto stärker wirkt der Effekt. Ein MVZ mit mehreren Standorten will nicht an jedem Ort eine eigene Insel betreiben. Bei Standorten mit eigenen Servern kann Exchange Daten über eine sichere Verbindung mit der Hauptpraxis synchronisieren. Beim zentralen Terminalserver-Betrieb ist kein Exchange-Modul erforderlich. Für die Auswertung übergibt die BI-Schnittstelle die Daten an Werkzeuge wie Power BI, Qlik oder Superset, und MEDICAL OFFICE Enterprise ist auf große Einrichtungen ausgelegt. Die Skalierung läuft damit über Lizenzen und Server, nicht über immer neue lokale Installationen.
Was die Skalierung kostet
Die Lizenzierung folgt dem Arbeitsplatz. In jeder Edition ist ein Arbeitsplatz enthalten, jede weitere Arbeitsplatzlizenz kostet 20,00 Euro je Monat (netto, unverbindliche Preisempfehlung). Das TI-Gateway liegt bei 120,00 Euro je BSNR und Monat inklusive der Anbindung von bis zu drei Kartenterminals, das Exchange-Modul zur Standortvernetzung bei 90,00 Euro je Lizenz. Für MEDICAL OFFICE Enterprise ist kein öffentlicher Listenpreis angegeben, hier gilt eine Kalkulation auf Anfrage. Die genaue Zusammenstellung für Ihre Arbeitsplatz- und Standortzahl bilden Sie am einfachsten im Preisrechner ab.
Einrichtung und Betrieb mit Jupitec
Ob MEDICAL OFFICE in Ihrer bestehenden Terminalserver- oder Citrix-Umgebung läuft, hängt von der konkreten Auslegung ab: Serverleistung, Netzwerk, Anzahl gleichzeitiger Nutzer, Anbindung der Standorte. Genau das planen wir mit Ihnen. Bei Jupitec erhalten Sie MEDICAL OFFICE mit passender Lizenz; wir planen neue Einführungen bundesweit, richten die vereinbarte Server-Umgebung samt TI-Anbindung vor Ort ein und übernehmen den Support für die von uns eingerichtete Installation. Ein Rückruf erfolgt in der Regel innerhalb von zwei Stunden (Mo bis Fr).
Häufige Fragen
Läuft MEDICAL OFFICE auf einem Terminalserver oder unter Citrix?
Ja. MEDICAL OFFICE ist für den Betrieb in Terminalserver- und Citrix-Umgebungen ausgelegt, mit nutzerabhängiger Arbeitsplatzinstallation und zentraler Datenpflege. Die Anwendung läuft zentral auf dem Server, die Arbeitsplätze greifen auf einen gemeinsamen Datenbestand zu.
Was kostet ein weiterer Arbeitsplatz in MEDICAL OFFICE?
In jeder Edition ist ein Arbeitsplatz enthalten, jede weitere Arbeitsplatzlizenz kostet 20,00 Euro je Monat (netto, unverbindliche Preisempfehlung). Die genaue Zusammenstellung für Ihre Arbeitsplatz- und Standortzahl bilden Sie im Preisrechner ab.
Wie wird die Telematikinfrastruktur in einer Server-Umgebung angebunden?
Je nach Umgebung über einen Konnektor oder ein cloudbasiertes TI-Gateway. Beim TI-Gateway entfällt der lokale Konnektor; Internetverbindung, VPN-Zugang, Kartenterminals, Karten und zentrale Dienste bleiben mögliche Störungs- und Lebenszyklusfaktoren.