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Praxissoftware

Praxissoftware für die Praxisgründung richtig wählen

Jupitec Healthcare-IT-Team Zuletzt geprüft am
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Bei einer Praxisgründung treffen Sie die Wahl der Praxissoftware unter günstigen Vorzeichen: Es gibt keinen Altbestand zu migrieren, kein gewachsenes System abzulösen und keinen laufenden Betrieb, der den Umstieg erschwert. Entscheidend ist, Edition und Module von Anfang an passend zu Fachrichtung, Abrechnung und Praxisablauf zu wählen. Dieser Beitrag zeigt, worauf Sie als Gründerin oder Gründer achten sollten, damit die erste Entscheidung auch in einigen Jahren noch trägt.

Der Vorteil der Neugründung: keine Datenübernahme

Wer eine bestehende Praxis übernimmt oder das System wechselt, muss Patientendaten aus Jahren der Karteiführung übernehmen. Das ist planbar, kostet aber Aufwand: Bei einem Wechsel beginnt die Datenübernahme als einmalige Leistung ab 1.900 Euro. Bei einer Neugründung entfällt dieser Schritt vollständig. Sie starten mit einer leeren, sauber strukturierten Datenbank und ohne das Risiko, Altlasten aus einem Vorsystem mitzunehmen. Diesen Vorsprung sollten Sie nutzen: Wenn Sie von Anfang an das richtige System wählen, ersparen Sie sich später genau den Wechsel, den andere Praxen aufwendig nachholen.

Worauf Gründer bei der Praxissoftware achten sollten

Funktionslisten ähneln sich. Den Unterschied im Alltag machen wenige Punkte, die bei einer Gründung besonders zählen.

  1. Abrechnung passend konfigurieren. KV- und EBM-Abrechnung sowie Privatliquidation nach GOÄ gehören in der passenden Edition zusammen. BG-Funktionen beginnen mit Professional, HzV- und Selektivverträge benötigen das entsprechende Zusatzmodul. Die Plausibilitätsprüfung markiert Auffälligkeiten vor dem KV-Versand und kann Rückläufer reduzieren.
  2. TI vom ersten Sprechtag an einplanen. eRezept, eAU, KIM und ePA müssen technisch angebunden und im Praxisablauf eingerichtet sein. Vor dem Start prüfen wir Komponenten, Nachweise und Zuständigkeiten getrennt.
  3. Wachstum einplanen. Eine Praxis wächst: mehr Fälle, mehr Arbeitsplätze, später vielleicht ein zweiter Standort. Prüfen Sie vorab, welche Erweiterungen, Editionen und Standortmodelle dafür nötig wären.
  4. Schulung in der Praxis am eigenen Ablauf. Ihr Team lernt schneller, wenn es an den tatsächlichen Vorgängen der eigenen Praxis geschult wird statt an einem Standard-Lehrplan. Bei MEDICAL OFFICE schult ein Mitarbeiter vor dem ersten Sprechtag in der Praxis.
  5. Planbare, transparente Kosten. Gerade in der Gründungsphase zählt jeder feste Posten. Klar bepreiste Editionen und nach Bedarf zubuchbare Module lassen sich leichter kalkulieren als undurchsichtige Pakete.

TI-Pflichten ab dem ersten Sprechtag

Laufende Praxen rüsten die Telematikinfrastruktur Schritt für Schritt nach. Als Gründer richten Sie sie einmal sauber ein. In MEDICAL OFFICE kann die TI über ein cloudbasiertes TI-Gateway angebunden werden. Bestehende Praxen müssen dagegen genau unterscheiden: RSA-only-Konnektoren sind seit dem 1. Januar 2026 ohne TI-Zugang; für RSA-SMC-B und RSA-eHBA endete die Austauschfrist am 30. Juni 2026. Auch die ePA gehört seit dem 1. Oktober 2025 in den Praxisbetrieb. Die Kürzung um ein Prozent nach § 341 Abs. 6 SGB V knüpft an den fehlenden Nachweis der erforderlichen Komponenten und Dienste an, nicht pauschal an einen einzelnen nicht erfolgten Upload. Bei der Gründung sollten deshalb Technik, KV-Nachweis und Teamablauf getrennt geprüft werden.

Editionen und Kosten zum Start

MEDICAL OFFICE gibt es in drei Editionen, die mit der Praxis skalieren. Die genannten Beträge sind veröffentlichte unverbindliche Preisempfehlungen, jeweils netto zuzüglich Mehrwertsteuer und pro Monat.

  1. MEDICAL OFFICE Light: 59,00 Euro. Für privatärztliche Praxen mit überschaubarem Aufkommen.
  2. MEDICAL OFFICE Professional: 109,00 Euro. Für die Kassen- und Privatpraxis.
  3. MEDICAL OFFICE Enterprise: auf Anfrage. Für MVZ und größere Einrichtungen mit mehreren Standorten.

Ein Arbeitsplatz ist in jeder Edition enthalten, jede weitere Arbeitsplatzlizenz kostet 20,00 Euro im Monat. Das TI-Gateway liegt bei 120,00 Euro je BSNR und enthält die Anbindung von bis zu drei Kartenterminals. KIM als sichere Praxiskommunikation beginnt beim persönlichen Postfach ab 8,00 Euro. Fachmodule sind fachrichtungsabhängig zubuchbar, digitale Module wie Onlineterminplanung oder Videosprechstunde buchen Sie nach Bedarf dazu. Welche Kombination zu Ihrer Fachrichtung und Teamgröße passt, stellen Sie im Preisrechner zusammen; die konkrete Auswahl prüfen wir vor dem Angebot.

So starten Sie mit der richtigen Software

Die beste Zeit, die Praxissoftware richtig zu wählen, ist vor dem ersten Sprechtag. Klären Sie früh, welche Edition zu Ihrer Fallzahl passt, welche Fachmodule Ihre Fachrichtung braucht und wie die TI eingerichtet wird, dann lässt sich der Start sauber planen. Bei Jupitec erhalten Sie MEDICAL OFFICE mit passender Lizenz. Wir planen die neue Installation zusammen mit Server, Netzwerk, TI und Schulung. Den anschließenden Support übernehmen wir für die von uns eingeführte Installation. Einen ersten Richtpreis ziehen Sie im Preisrechner; für die konkrete Planung Ihrer Gründung rufen wir in der Regel innerhalb von zwei Stunden zurück (Mo bis Fr).

Häufige Fragen

Welche Praxissoftware passt zur Praxisgründung?

Für eine Neugründung müssen Edition, Abrechnungswege, Terminmanagement, Fachmodule und TI zur geplanten Praxis passen. MEDICAL OFFICE lässt sich dafür konfigurieren: BG-Funktionen beginnen mit Professional, HzV benötigt das entsprechende Zusatzmodul. Welche Edition und Module passen, hängt von Fachrichtung, Abrechnung und Praxisablauf ab.

Brauche ich bei einer Neugründung eine Datenübernahme?

Nein. Eine Datenübernahme fällt nur an, wenn Sie ein bestehendes System ablösen. Bei einer Neugründung starten Sie mit einer leeren, sauber strukturierten Datenbank, und der einmalige Posten Datenübernahme (bei einem Wechsel ab 1.900 Euro) entfällt vollständig.

Was kostet die Praxissoftware bei der Gründung im Monat?

MEDICAL OFFICE Light kostet 59,00 Euro im Monat, Professional 109,00 Euro, Enterprise auf Anfrage. Ein Arbeitsplatz ist enthalten, jede weitere Lizenz kostet 20,00 Euro. Dazu kommen das TI-Gateway ab 120,00 Euro je Betriebsstätte, KIM ab 8,00 Euro sowie fachrichtungsabhängige und digitale Module nach Bedarf. Alle Preise netto zzgl. MwSt.; den individuellen Richtpreis liefert der Preisrechner.

Kostenlose Checkliste (PDF)

Der PVS-Wechsel in 15 Punkten

Die Checkliste führt durch alle drei Phasen des Wechsels: von der Vertragsprüfung bis zur ersten Abrechnung im neuen System. Per E-Mail, zum Abhaken.